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Welche Bedeutung hat die Zeit beim Zielen?

Die schnelle und saubere Auffassung des Visierbildes ist wichtig, da dem Schützen nur ein gewisser Zeitraum voller Konzentration zur Verfügung steht. Benötigt der Schütze hier zuviel Zeit, macht sich das während des einzelnen Zielvorgangs und durch den gesamten Wettkampf hinweg nachteilig in der Konzentration und Kondition, und damit natürlich auch im Ergebnis bemerkbar.
Zielbild

Durch einen verstellbaren Polfilter kann der Schütze Reflexe ausblenden. Man kann das gut beobachten, wenn man den Polfilter auf eine spiegelnde Wasserfläche richtet. Wer die Stellringe hin und her dreht, erkennt, wie die Reflexe ein- und ausgeblendet werden. Bei centra-Visieren kann der Schütze den Polarisationsgrad und die Abdunkelung unabhängig voneinander einstellen und erreicht damit ein kontrastreiches Zielbild. Beide Vorteile der Polarisation bietet die Iris mit Polfilter. Beide Polfilterscheiben können aus dem Strahlengang geschwenkt werden. Somit hat der Schütze bei Bedarf freien Durchblick.
Zielbildschärfe

Irisblenden sind rund - warum? Nun, die Pupille im Auge ist ja auch nicht eckig. Die Pupille funktioniert auch als Blende: bei hellem Licht verkleinert sie sich. Bei dunklem Licht vergrößert sich die Pupille, um so viel Licht wie möglich zu bekommen. Die optische Wirkung eines einfachen Loches wurde bereits von Leonardo da Vinci beobachtet. Er erkannte auch den Zusammenhang zwischen Lochdurchmesser und Abbildungsschärfe. In der Gründerzeit der Fotografie wurden erste Experimente mit Kameras gemacht, die anstelle eines Objektives nur ein Loch in der Vorderwand hatten. Auf dem gleichen Prinzip basiert die Wirkung der Irisblende mit einem Iris-Ringkorn. Die richtige Abstimmung der beiden Durchmesser ergibt eine optimale Zielbildschärfe - das Auge wird mit der runden Iris praktisch beim Scharfsehen unterstützt. Es ist aber ein Irrtum, daß die Irisblende in erster Linie zur Korrektur der Helligkeit verwendet werden kann. Die Durchmesseränderung dient zur Tiefenschärfeneinstellung bei verschiedenen Lichtverhältnissen.
Zielbildschärfe

Beim Auf- und Zudrehen der Iris erkennt man schnell, wie sich die Zielbildschärfe verändert. Um nun ein optimales Zielbild zu erreichen, gilt es, am Anfang ein wenig "zu fummeln" und auszuprobieren: Im Bereich 1.0 bis 2.0 erzielt man mit der Diopter-Irisblende die besten Ergebnisse. Das Auge blickt entspannt durch die Irisblenden auf den Spiegel. Die Schärfenebene liegt irgendwo zwischen Ringkorn und Spiegel. Man sieht also weder Scheibenspiegel noch Ringkorn besonders scharf. Die Diopter-Irisblende wird solange variiert, bis das Ringkorn scharf erscheint, wobei der Spiegel leicht unscharf zu sehen ist.
Zielen

Manche Schützen benützen die Balken im Ringkorn, um die Verkantung zu kontrollieren - sozusagen als Orientierungshilfe. Es gibt auch Modelle mit umschaltbaren Absehen, weil das Fadenkreuz nicht für alle Disziplinen zugelassen ist oder war. Andere Schützen fühlen sich durch Querbalken oder Fadenkreuze im Absehen irritiert. Sie bevorzugen ein Visierbild, das viel freie Fläche bietet. Zur Kontrolle der Verkantung wird - disziplinabhängig - eine Wasserwaage oder eine einsetzbare Verkanthilfe verwendet.
Zielerfassung

Im wesentlichen unterscheidet man freistehende Lochkorne und solche mit einem Querbalken oder Fadenkreuz. Während die eigentliche Zielerfassung nur durch den Ring geschieht, kann der Querbalken oder das Fadenkreuz als Orientierungshilfe gegen ein Verkanten der Waffe benutzt werden. Bei den centra-Visieren kann der Schütze durch einfaches Drehen den Querbalken zu einem Fadenkreuz verstellen, ohne daß sich die Visiereinstellung ändert. Dazu verwendet man das mitgelieferte Werkzeug oder ein geeignetes Hilfsmittel wie Kugelschreiber, kleinen Schraubendreher, Inbusschlüssel etc. Wichtig ist auch, daß die Verkantung des Querbalken oder Fadenkreuzes ohne Werkzeug auf die individuelle Verkantung des Schützen eingestellt werden kann.
Zielgewohnheiten

Sehfeld ist der Ausschnitt, den man beim Blick durch die Iris-Diopterscheibe erkennt. Früher nannte man es auch Gesichtsfeld. Wie groß das Sehfeld sein muß, hängt ganz von den Zielgewohnheiten des Schützen ab. Die einen wünschen sich, daß zwischen dem Außendurchmesser des Korntunnels und dem Diopterscheiben-Durchblick nur ein schmaler Lichtrand bleibt. Andere wiederum möchten "rechts und links" noch etwas sehen. Auch hier gilt der Grundsatz: Ausprobieren lohnt sich. centra-Ringkornen ist dafür ein zweiter Rändelring mit einem größeren Durchmesser beigelegt.
zweiter Rändelring

Sehfeld ist der Ausschnitt, den man beim Blick durch die Iris-Diopterscheibe erkennt. Früher nannte man es auch Gesichtsfeld. Wie groß das Sehfeld sein muß, hängt ganz von den Zielgewohnheiten des Schützen ab. Die einen wünschen sich, daß zwischen dem Außendurchmesser des Korntunnels und dem Diopterscheiben-Durchblick nur ein schmaler Lichtrand bleibt. Andere wiederum möchten "rechts und links" noch etwas sehen. Auch hier gilt der Grundsatz: Ausprobieren lohnt sich. centra-Ringkornen ist dafür ein zweiter Rändelring mit einem größeren Durchmesser beigelegt.

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